Gerolsteiner Dolomitfelsen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Rande von Gerolstein schlängelt sich der Waldpfad im Zick-Zack nach oben. Majestätisch ragen die Felsen des ehemaligen Korallenriffs über mir auf. Eine Stunde ging ich langsam bergan. Die Felsformationen zu allen Seiten haben mich total begeistert. Es erinnerte mich stark an das bizarre Felsenmeer in der Pfalz (Kalmit).

Bei dieser trüb-herbstlichen Stimmung hätte mich eigentlich Rabenkrächzen begleiten müssen. Den schlauen Tieren war es hier oben wohl zu karg. Stattdessen hörte ich das Krächzen der Eichelhäher und die kurzen Pfeiftöne der Kleiber.

Mein Wanderweg verlief parallel zur Felskante, über die Wiese des Hochplateaus. Die nächsten Felsen türmen sich vor mir auf. Über Stufen komme ich, um den Felsen herum, an den erhöhten Eingang zur Buchenlochhöhle. Es handelt sich um eine natürliche Karsthöhle, die lt. Wikipedia schon vor 60.000 Jahren von Neandertalern genutzt wurde.
Über eine einfache Holzleiter gelange ich nach oben zum Eingang. Nach zwei, drei Schritten in die Höhle, stehe ich in totaler Finsternis. Selbst das Blitzlicht meiner Kamera lässt nicht viel erkennen. Vage erkannte ich schwache Stufen im hinteren Felsbereich. Dort gehe ich aber erst hoch, wenn ich eine Taschenlampe dabei habe.

Der Wanderweg ist mit vielen geologischen Tafeln versehen. Die nächste Freifläche ist die begraste Kuhle Papenkaule. Es handelt sich um den Trockenkrater eines vor 10.000 Jahren explodierten Vulkans. Gar nicht so lange her, oder?!

In der Ferne lag eine alte römisch-keltische Tempelanlage, da möchte ich hin. Die Grundrisse sind in Form von niedrigen Mauern gut erhalten.

 

An dieser Stelle hatte ich den weitesten Punkt meiner Wanderung erreicht, im Bogen ging es diesmal unterhalb der Felsen zurück nach Gerolstein. Ein Geräusch ließ mich aufmerksam werden. An der blanken Felswand hing ein Kletterer. Elegant zog er sich Stück für Stück nach oben. Ich musste zum Zug, sonst hätte ich ihm länger zugeschaut.

Es war eine beglückende, wunderbare Wanderung mit vielen ungeahnten Eindrücken. Ich werde gerne wiederkommen.

 

 

Anfahrt: ab Köln Hbf. bis Gerolstein mit dem Zug

Kosten: liegt im VRS-Gebiet

Einkehr: in Gerolstein

Weglänge: 5 km

Wanderkarte: Vulkaneifel um Gerolsteinl 1:25.000

 

Wanderung in 2012