Cochem, Reichsburg

 

Bei schönem Sonnenwetter fuhr ich ganz früh nach Cochem. Nachdem ich den Ort durchquert hatte, schlenderte ich die kleine, autofreie Fahrstraße nach oben. Der Blick auf  Reichsburg, Cochem und Mosel war immer wieder interessant.

 

Die zerstörte Reichsburg wurde Ende des 19. Jahrhunderts durch einen Berliner Kaufmann restauriert. Er soll die alten Pläne zugrunde gelegt haben, seine eigene Vorstellung von Burgromantik hat er mit einfließen lassen, das zeigen besonders die Inneneinrichtungen.

 

Ich wünschte, alle Räume, Gänge, Balkone und Türme wären zu besichtigen. Es wird wohl an Geld fehlen, dass es nur fünf Räume zu sehen gibt.

 

Mir gefielen die angemalten Holzdecken besonders gut. Auf den gemütlichen Plätzen neben den schönen Glasfenstern ließ ich mich gerne auf ein Glas Wein nieder . . . träumen darf man ja ein wenig.

 

Eine junge Frau hat uns bei der 40-minütigen Führung launig unterhalten. Als wir aus dem Gebäude kamen, war es im Hof schon erheblich voller.

 

Nach der Führung wanderte ich, vorbei an Schrebergärten, auf die Moselhöhe. Ein Foto von der Burg, mit Sonne im Rücken, schwebte mir vor. Es gibt einen gut zu gehenden Kreuzweg, hinauf zu den „3 Kreuzen“.

 

Oben angekommen, öffnete sich der Wald und eine herrliche Rundsicht war meine Belohnung. Tisch und Bänke luden zur Pause ein, das nahm ich sehr gerne an.

 

Bis zur Burg ging ich denselben Weg zurück, dann nahm ich neugierig den Treppenweg. Auf einem winzigen Felsvorsprung steht eine kleine Kapelle – toller Platz.

 

Nach wenigen Minuten hatte mich der Ort wieder.  Nach einer angenehmen Bankpause trödelte ich am Ufer in Richtung Bahnhof. Was für ein schöner Tag!

 

Anfahrt: Zug von Köln bis Cochem, umsteigen in Koblenz
Kosten: ich fahre mit meiner 50%-Bahncard, sonst Gruppenticket,
Eintritt/Führung: 5 Euro
Einkehr: Cochem

Besuch Frühjahr 2010