Traben-Trarbach, Ruine Grevenburg

 

Schon vom Busbahnhof in Traben sehe ich die Ruine der Grevenburg auf der anderen Moselseite. Es gibt zwei Möglichkeiten, den Hang nach oben zu steigen. Kurz entschlossen wählte ich den Stufenweg – eine totale Fehlentscheidung. Gefühlt einige 100 Stufen steigen, kostet unglaublich viel Kraft. Jede Möglichkeit, einen Ausblick aufs Moseltal zu erhaschen, nutzte ich auch zum Ausruhen.

 

Die Plage war schnell vergessen. Die Burgruine interessierte mich. Die 9m hohe Hauswand der Kommandantenlogie ist gut restauriert und bildet das Wahrzeichen von Traben-Trarbach. Eine Steintreppe führt zum 1. Stockwerk. Ein Muss für alle Kamera bewehrten Besucher. Man lässt sich gut gelaunt gegenseitig den Vortritt.

 

Große steinerne Rundbögen weisen auf ehemalige Kasematten hin. Wenn ich richtig las, lebten hier Soldaten, es war eine Verteidigungsburg, keine Wohnburg.

 

Vor meinem Rückgang fragte ich den Kellner nach einem anderen Weg. Ja, gleich am Parkplatz beginnt der behutsame Abstieg. Am Parkplatz! Trost: als Autofahrerin hätte ich das Glas Wein nicht trinken dürfen. Der Waldpfad geht in angenehmen Kehren den Hang hinunter.

 

Anfahrt: von Köln bis Traben-Trarbach, umsteigen in Koblenz und Bullay

Kosten: am besten ein Gruppenticket (ich fahre mit der 50%igen Bahncard)

Wanderweg: Treppenweg sehr anstrengend, Serpentinenweg sportlich angenehm

Einkehr: Burgschenke Grevenburg

letzer Besuch Juli 2011