Stadt Blankenberg

 

Das Siegtal ist ein besonders liebliches Seitental des Rheins. Einige Kilometer hinter der Siegmündung befindet sich die „Titularstadt“ Blankenberg.

 

Meine Zugstation ist logischerweise im Tal, inmitten der Felder. Vor mir liegen 2 km Fußweg, also los. Über einem üppigen Maisfeld hinweg, sehe ich im morgendlichen Dunst Stadt Blankenberg mit der Burgruine stehen.

 

Am Rand des Siegtales, kurz bevor mein Aufstieg beginnt, liegt der Ort Stein. Ein gut erhaltene Mühle weckt meine Aufmerksamkeit. Es gibt ein wunderschönes, uriges Lokal mit Garten.

 

Der kurze, knackige Aufstieg ist schnell bewältigt. Wie immer an neuen Orten, gehe ich im Kreis von außen nach innen. Ich muss schon selbst schmunzeln, dass ich zielstrebig eine Runde ums „Städtchen“ drehe.

 

Wunderschöne, mit Leben erfüllte Fachwerkhäuser prägen den Ort. Zwei Stadttore, einige Türme und eine intakte Stadtmauer sehe ich auf meinen Weg.

 

Ich fand den Zugang zur eigentlichen Burgruine. Die Burganlage befindet sich am bewaldeten Hang, auf einem Felsensporn. Der Ausblick übers Siegtal war geradezu dramatisch schön.

 

Die Palas-Mauer ist durch ein Holzdach geschützt. Zwei Bergfriede stehen innerhalb der Burgmauer, einer ist begehbar. Die ehemalige Holztreppe ist durch eine Eisentreppe ersetzt worden. Die Burgtreppen und -gänge sind derartig schmal – niemals konnte ein Eindringling an einem lebenden Bewohner vorbeikommen. Dieser Denkweise nachzuspüren, finde ich unglaublich spannend.

 

Das allerschönste war für mich der gut angelegte Kräutergarten. Die kleinen Beete sind ausgezeichnet beschriftet und nach Krankheiten angelegt. Da steht alles zusammen, was früher gegen Erkältungen oder Magenbeschwerden helfen sollte. Einiges davon ist bei Hausfrauen und Müttern heute noch im Gebrauch.

 

Ich habe übrigens gelesen: es gibt eine Sammeltaxe, die sogar am Wochenende bestellt werden kann.

 

Anfahrt: von Köln mit S-Bahn12 bis Blankenberg, Sieg
Hinweis auf das Sammeltaxi: hier
Kosten: VRS-Ticket
Wanderkarte: Sieghöhenweg 1:25.000

Besuch 2010