Kaub, Pfalzgrafenstein und Burg Gutenfels

 

Wie oft bin ich mit dem Zug schon an Burg Pfalzgrafenstein vorbeigefahren, malerisch erinnert sie an ein Schiff. Eine kleine Fähre tuckert im Halbstundentakt von Kaub zur Insel.

 

Pfalzgrafenstein war keine bewohnte Burg sondern eine Zollstation der Herren von Burg Gutenfels. Die Wachen sollten verhindern, dass sich Schiffe am gegenüberliegenden Ufer an der Zollpflicht vorbei schleichen konnten.

 

Auf der ersten Etage befindet sich ein Wehrgang. Die Räume der ehemaligen Wohnung des Zollkommandanten sind zu besichtigen. Meine Besichtigung führt mich bis in die Turmspitze, zum Schluss nur noch über eine Leiter zu erreichen.

 

Auch in Pfalzgrafenstein gibt es ein Verlies. Wie es üblich war, führte keine Treppe hinunter. Die Zollsünder wurden am Seil hinab gelassen. Ganz komfortabel konnten sie auf einem Brett Platz nehmen und „schwebten“ hinunter. 

 

Der zweite Teil meines Ausfluges war: Burg Gutenfels von oben ansehen. 

Nach einem kurzen Stück auf der Loreley-Burgen-Straße, bog ich in die Weinberge ab.

 

Der Rheinhöhenweg ist interessant angelegt. Kein breiter Weg aber auch nicht so kompliziert, dass man nur auf den Pfad achten muss. Die Aussichten übers Rheintal nach Oberwesel und Kaub sind wunderbar.

 

Zurück finde ich aus den Weinbergen eine Treppe hinunter nach Kaub. Die vielen Stufen nahmen mir den Rest Kraft aus den Beinen, eine Pause war angesagt. Selbst in der Woche findet sich in Kaub ein Plätzchen zum Einkehren.

 

Anfahrt: ab Köln per Zug bis Kaub, in Koblenz umsteigen

Kosten: ich empfehle ein Schöner Wochenendticket, zzgl Überfahrt und Eintritt

Wanderkarte: Oberes Mittelrhein, Rüdesheim  1:25.000 

Besuch Sommer 2011