Von Assmannshausen nach Rüdesheim

Blick vom Niederwald-Denkmal
Blick vom Niederwald-Denkmal

 

Dieses Mal hatte ich mir ein Sahneschnittchen unter den Genusswanderungen herausgepickt: der Höhenweg von Assmannshausen bis Rüdesheim. Diesen Weg geht man auch in der Woche nicht allein, alle Reiseveranstalter haben die Strecke im Programm. Egal, sie ist auch wirklich schön.

 

Gemütlich zockelt der Sessellift von Assmannshausen hinauf zum Jagdschloss Niederwald. Die Urlauber vor mir, machen auf der Restaurant-Terrasse erst einmal Pause – warum auch nicht.

 

Der gut ausgeschilderte Weg zum Niederwald-Denkmal führt durch den Wald. Die erste Besichtigungsstelle ist die „Zauberhöhle“, sie ist stockdunkel. Hätte mich nicht eine junge Frau mitgenommen, die mit ihrem Handy den Weg beleuchtet hat, ich hätte nicht durchgehen können.

 

Aussichtsplattformen: Rittersaal,  Turm Rossel (er wurde nur zur Verschönerung gebaut, es gab nie eine Burg), Eremitage. Nun wäre es nur noch ein kurzes Stück bis zum Niederwald-Denkmal, aber ich wollte noch zur Burgruine Ehrenfels. Das war keine so gute Idee.

 

Durch die Flurbereinigung sind es ellenlange Querwege, um durch die Weinberge nach unten zu kommen. Der Hang ist Südlage, die Sonne knallte mir unbarmherzig aufs Haupt. Aber gut, ich hatte es so gewollt. Ganz hinunter bin ich nicht gelaufen, Fotografiernähe reichte mir aus.

 

Irgendwann hatte mich der Wald mit seinem erholsamen Schatten wieder. Die Aussicht über Rüdesheim, hinüber zu den Binger Höhen hat mich rasch besänftigt.

 

Das Schnellrestaurant an der Gondel-Station konnte mich nicht begeistern, ich kenne einen idyllischen Gutsausschank in Rüdesheim.

 

Die kleine Gondel schwebte gemächlich über die sanft abfallenden Weinhügel. Ich sah ein ganz versteckt liegendes Weinlokal unterhalb der Gondelstation – vorgemerkt fürs nächste Mal!

 

Durch Rüdesheim schoben sich Massen von Besuchern, aber das weiß man ja. Ich ließ mich durch die Drosselgasse schieben, beäugte das lebhafte Treiben. Am Rheinufer hielt ich mich rechts und bog in die nächste Seitenstraße ein (Steingasse). Der Gutsausschank Philipp mit seinem lauschigen Innenhof, den leckeren Speisen und seinen angenehmen Weinen ist mir immer einen Besuch wert. Wer ahnt schon, dass es in Rüdesheim auch solche Eckchen gibt.

 

Anfahrt:

ab Kölner Hbf, umsteigen in Koblenz, bis Bhf. Assmannshausen

zurück ab Bhf. Rüdesheim, umsteigen in Koblenz

Kosten: entweder Anschlußticket nach VRS-Bereich oder Tageskarte

Kombiticket für Lift/Godel

Wanderkarte: Oberes Mittelrheintal 1:25.000

Wanderlänge: 5 km


letzter Besuch 2012