Aachen

 

Schon als wir auf den Aachener Dom zugehen, sind wir begeistert. Kein weiter, steriler Vorplatz sondern nahes Beieinander umgibt den Dom. Auf den kleinen Plätzen, in den schmalen Gassen pulsiert das Leben. Da steht ein gut bestückter Marktstand (Spargel, Erdbeeren, Tulpen) neben den Tischen und Stühlen der verschiedenen Cafés.

 

Wir betrachten die verschiedenen Bauweisen, die Ecken und Winkel, Fenster und Heiligenfiguren.

 

Durch eine kleine Tür betreten meine Ma und ich den Dom-Vorraum, gehen hindurch - und bleiben erst einmal stehen. Die Pracht der in Gold und Blau gehaltenen Mosaiken, die Marmorwände und –bögen lassen uns staunen.

 

Im Oktogon, dem achteckigen Mittelraum, hängt der imposante Radleuchter mit seinen 48 Kerzen, die an hohen Feiertagen angezündet werden. Wir setzen uns auf die hinteren Stühle und lassen den Raum auf uns wirken. Über mehrere Etagen ziehen sich marmorne Rundbögen, filigrane, schmiede-eiserne Gitter. Die Decken sind entweder mit Mosaiken ausgelegt oder harmonisch mit Blumenornamenten bemalt.

 

Als nächstes besichtigen wir die Räumlichkeiten des Aachener Rathauses. Da ist der Friedenssaal mit seinen intensiv rot-goldenen Wänden. Im weißen Saal kann heute geheiratet werden. Der ehemals als kleiner Festsaal gestaltete Raum, strahlt heitere Gelassenheit aus. Vom Treppenhaus gibt es einen schönen Blick auf den gegenüber stehenden Dom.

 

Dann endlich betreten wir den Krönungssaal. Mächtige Pfeiler teilen die Decke in fünf Kreuzrippen-gewölbe. Im Mittelalter wurden hier, nach der Krönung im Dom, das Königsmahl eingenommen. Heute wird in diesem Saal der Karlspreis verliehen.

 

Im Erker der früheren Ratskapelle stehen hinter dicken Glasscheiben die Reichskleinodien (Kopien). Ein großes Kreuz, Zepter, Schwerter in reich verzierten Scheiden, eine Bibel und natürlich die Krone sind zu bewundern.

 

An der Rathausseite gehen wir am Ratskeller mit dem verlockenden Postwagen vorbei (hier werden wir sicher mal einkehren) und schlendern zurück zum Elisenbrunnen.

Wunderbarerweise sind das alles keine großen Entfernungen.

 

Kosten: z. B. Schöner Wochenendticket

Tipps: im Dom und Rathaus darf fotografiert werden

Besuch 2011