Gent, Belgien

Leie-Hafen mit Graslei
Leie-Hafen mit Graslei

 

Im historischen Centrum von Gent liegt der kleine Hafen Korenlei & Graslei.

 

Ich schildere hier meine ganz persönlichen Eindrücke von Gent.

 

 

 

 

 

 

 

Für uns Touristen ist die Erkundung von Gent sehr angenehm. Von der Bavo-Kathedrale bis zur Gravenburg sind es ca. 1 km. Die wichtigsten Gebäude stehen auf dieser Fläche dicht beieinander. Wer gut zu Fuß ist, findet darüber hinaus noch viele interessante Sehenswürdigkeiten.

 

Mein erstes Ziel war der kleine Hafen. Von hier aus werden Stadtführungen auf  der Leie angeboten. In die Leie findet keine Ebbe/Flut statt, das wird durch Schleusen verhindert. Anders in der Schelde, hier kommt Ebbe und Flut mit 2-stündiger Verspätung an.

 

 

Die 50-minütige Bootsfahrt gefiel mir sehr gut. Der Bootsführer erklärte 3-sprachig, sein Deutsch konnte ich gut verstehen.

 

Er erklärte uns traurig, dass Gent nicht zum Weltkulturerbe gehört. Die Stadt hat ganz nah ans Historische Centrum, drei Hochhäuser gebaut. Das kennen wir ja von Dresden . . .

 

St. Bavo Kathedrale / Sint-Baafskathedraal

Die gotische Kathedrale hat in späteren Jahren einen üppigen, barocken Hochaltar erhalten. Ein Rubens-Gemälde zeigt den heiligen Bavo. Der Höhepunkt ist sicher das Kunstwerk der Gebrüder van Eyck aus dem Jahre 1432. Dieser Flügelaltar zeigt die Anbetung des Lamm Gottes. Oftmals gestohlen (Napoleon, Hitler), ist der Altar heute wie fast komplett. Eine entwendete Tafel ist spurlos verschwunden.

 

St. Nikolauskirche / Sr. Niklaaskerk

Die Kirche der Gilden und Zünftewurde im 13. Jh erbaut und im 14 Jh. vervollständigt.

 

St. Michaelskirche / St. Michielskerk

Gleich am Hafen steht diese schöne Kirche. Sie beherbergt viele Gemälde alter Meister.

Die Kanzel ist bemerkenswert schön geschnitzt

 

 

Das Haus von Alijn

Ehemals ein Haus für notleidende Frauen (auf mich wirkt der Innenhof wie ein typischer Beginenhof), beherbergt es heute ein Museum. Ich erlebte eine Zeitreise von Beginn des 20. Jh. bis in die 70er Jahre. Jedes Zimmer erzählt eine andere Geschichte. Mir hat es sehr gut gefallen.

 

Der 1380 erbaute Belfried ist Symbol für die Genter Unabhängigkeit. Trutzig steht er zwischen Rathaus und St. Bavo-Kathedrale.  Ein weitläufiger Platz mit angrenzenden Straßencafés erinnert daran, nicht nur durch Gent zu rennen sondern auch zu rasten.

 

Vorbei an der ehemaligen Fleischerhalle spazierte ich durch das Szeneviertel Patershol.

 

In einem kleinen Alternativ-Café konnte ich mich bei Cappuccino und Croissant aufwärmen.

Anfahrt:   mit einem Kölner Reisebusunternehmen

Kosten:   für diese Tagestour 39,-- Euro

Aufenthalt: 4,5 Stunden

Einkehr:  leider keine Cafés, viele kleine Restaurants und Bistros

Tipp:       die leckeren Belgischen Pralinen probieren

 

Besuch:   April 2014