Amalienburg & Badenburg im Schlosspark

 

Das kleine Rokoko-Lustschloss Amalienburg hat einen wunderschönen Spiegelsaal und ringsherum hohe Flügeltüren. Der Mode entsprechend, sollte die Natur ins Wohnzimmer geholt werden. Das geschah durch blumige Tapetenmuster, Spiegel und große Glastüren.

 

Wie in allen Schlössern, die ich besuchte, gibt es auch hier Räume im chinesischen Ambiente. Im Teehaus zu Sanssouci (Potsdam) haben die chinesischen Figuren europäische Gesichter – niemand hatte je einen Asiaten gesehen, aber es war hoch in Mode. Etliche Jahrzehnte später wurde zu mindestens ein Raum ägyptisch gestaltet - ganz wie es die Mode vorschrieb.

 

Der ganze Park und der dahinter angelegte Wald sind mit Bachläufen durchzogen. So konnten außer Pferde und Kutschen auch Boote genutzt werden, um von einem Schloss zum andere zu gelangen. Heutige Besucher nutzen ihre eigenen Füße.

 

Die Badenburg ist ein romantischer Name für ein kleines Gebäude mit „Swimmingpool im Keller“. Nein im Ernst, erstmalig wurde Anfang des 18. Jh. ein Schlösschen errichtet, das zum Baden diente. Badeanzüge waren noch lange nicht erfunden . . . wie gingen die erlauchten Herrschaften ins Wasser? Wie Gott sie schuf . . .? Sehr spannend.

 

Wenige Schritte vor der Badenburg beginnt der Große See. Dicht belaubte Linden versprechen Schatten. Es ist sehr angenehm, hier eine Pause einzulegen.

 

Im Park verstecken sich noch etliche interessante Gebäude. Meine Kraft neigt sich dem Ende zu und der Weg zurück zur Haltestelle ist noch ganz schön weit.

 

So nehme ich von dem wunderschönen Park und den Schlössern Abschied. Wer weiß, vielleicht kann ich ja nochmals wieder kommen.

 

 

Besucht im September 2012