Park und Schloss Babelsberg

 

Durch die Bundesgartenschau 2001 nach Potsdam gelockt, wollte ich natürlich auch die vielen schönen Parks mit ihren jeweiligen Schlössern besichtigen. Das gelingt nicht alles in einem Urlaub, ich kam wieder.

 

Schloss und Park Babelsberg wurde ab 1833 für den zweitältesten Sohn des Königs Friedrich Wilhelm III. erbaut.

 

Prinz Wilhelm, späterer Kaiser Wilhelm I., und seine Frau Augusta nutzen das Schloss 50 Jahre als Sommersitz. Als Kronprinz verwaltete er übrigens 8 Jahre die Rheinprovinz von Koblenz aus. Koblenz erinnert sich noch heute an Kaiserin Augusta. In Köln war sie Mitbegründerin der Flora.

 

Der weitläufige Park wurde durch die Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné und Fürst von Pückler Muskau angelegt. In der Nähe des Schlosses befinden sich Blumenterrassen und Plaesureground. Es sollte wie ein Wohnzimmer im Freien sein „täglich aufgeräumt und gereinigt“.

 

Die Sammelleidenschaft der Preußenkönige ist auch in diesem Park zu bestaunen. Skulpturen (die Kölner Dombauhütte schenkte 1880 eine Domsäule), Brunnen, seltene Baumarten und natürlich die Fontäne. Sie musste höher sein als die Fontänen der Verwandten „griemel“. Seit einigen Jahren steigt das Wasser wieder 40m in die Höhe, um dann mit einem erfrischenden Rauschen zurück in die Havel zu stürzen.

 

Wer durch den Park spaziert, trifft immer wieder auf andere Gebäude. Das sind neben dem Schloss, der weithin sichtbare Flatowturm, die von den Berliner geschenkte Gerichtslaube, das Kleine Schloss – 10 Jahre Wohnsitz des Kronprinzen – heute Café, Matrosenhaus, Maschinenhaus und und und . . . . Das meiste ist zu besichtigen, manches wartet noch auf die Restaurierung.

 

Ich bin wieder mit Begeisterung die Hügel hoch und runter gestiefelt, denn ebenerdig liegt der Park nicht „lach“. Dadurch hatte ich sehr schöne Ausblicke z. B. zum Schlosspark Glienicke, der Glienicker Brücke und Potsdam mit den markanten Dächern von Nikolaikirche und Hans-Otto-Theater.

 

Einige Daten zur Preußen-Geschichte nahm ich aus dem DuMont Kunstführer „Potsdam und Umgebung“ aus 1993