Prag an der Moldau

Prag in zwei Tagen! Ich weiß, da lernt man eine Stadt nicht kennen, aber einen guten Eindruck bekam ich schon.

 

Die Reisebegleiterin zeigte uns ab Wenzelsplatz, um den Altstädterring, Karlsbrücke bis zur Prager Burg alle bedeutenden Sehenswürdigkeiten.

 

Richtig Spaß machte mir der Prag-Besuch am nächsten Vormittag, da war ich nämlich allein unterwegs. Konnte schlendern, wie es mir beliebte.

 

Die gut restaurierten Häuser aus der Kaiserzeit sind wirklich prächtig anzusehen. Einige Kirchen sah ich mir von innen an, Museen nicht - ich hätte sonst Nachtschicht einschieben müssen "schmunzel"

Zu jeder vollen Stunde drängen die Besucher zum Rathausturm. Es bietet sich ein Schauspiel der besonderen Art: der Tod zieht am Seil, hebt das Stundenglas und dreht es um. Zwei Fenster öffnen sich, die 12 Apostel, angeführt von Petrus, ziehen vorbei. Die großen Figuren an den Uhrseiten bewegen sich.

 

Das rote Rathaus mit dem üppigen Fenstern gefiel mir sehr gut. Überhaupt stehen in der Nähe des Rathauses besonders wertvolle Gebäude.

 

Auf dem großen Platz ist ein Straßencafé neben dem anderen. Gerne hätte ich Platz genommen, aber unsere Reiseführerin hatte anderes im Sinn . . .

Wir verlassen die Altstadt, kommen zur Karlsstatue am Kreuzherrenplatz. Die unendlich vielen Besucher blende ich aus, so gut es geht. Ein "menschenfreies" Foto zu erhaschen ist fast nicht möglich. Außerdem muss ich den Schirm meiner Reiseführerin im Auge behalten

 

Die steinerne Karlsbrücke mit ihren 30 Heiligenfiguren, ist schon eine Attraktion. Mittig steht der Heilige Nepomuk und passt auf, dass die Brücke, bei all den vielen Besuchern, nicht zusammen kracht.

 

Prag hat unendlich viele Brücken, nur die Karlsbrücke ist ausschließlich für Fußgänger. Hier sitzen die mehr oder minder begabten Portraitmaler, fiedeln Musikanten und verkaufen fliegende Händler Andenken.

 

Auf der Moldau fahren Boote in jeder Größe die kleine Strecke zwischen den Wehren hin und her. Auch wir kamen in den Genuss einer Abendfahrt mit Buffet (Essen war lecker).

Die Anfahrt zur Prager Burg erfolgte bequem im Bus. So kamen wir quasi über den Hintereingang zum Schloss. Zuerst besuchte die Reisegruppe den Königlichen Garten. Bäume und Pflanzen gefallen mir ja immer gut. Der Garten ist sehr schön angelegt. Bis vor einigen Jahren war hier der Wohnsitz des Regierungspräsidenten.

 

Die gesamte Anlage der Prager Burg  ist riesig. Wir spazierten über diverse Höfe an immer weiteren langen Gebäuden vorbei. Ich überlegte, wieviele Leute fürs Fenster putzen zuständig sind "lach". Die Gruppe trennte sich auf dem Vorplatz. Ich wollte das Goldene Gässchen und den Veitsdom von innen sehen - es kostet 10 Euro Eintritt.

 

Das kleine Goldene Gässchen ist durch viel zu dicke Restauration ins Groteske verändert. Die Häuser wirken wie Pappmasché im Phantasialand. In Hausnummer 22 hat Kaffka für kurze Zeit gelebt.

 

Der Rückweg in die Stadt verläuft über eine bequeme Treppe. Von Weitem sah ich die Deutsche Botschaft. Ich war aber schon zu müde, um mir den Gentscher-Balkon von Nahem anzusehen.

 

An der Karlsbrücke angekommen, machte ich erst einmal ausgiebig Pause bei Kaffee und Hefeteilchen.

KIRCHEN  IN  PRAG

 

1. Veitsdom auf dem Hradschin

2. Teynkirche am Altstädter Marktplatz

 

Die Teynkirche ist komplett zugebaut.  Der Zugang führt durch einen Hausgang hindurch zum winzigen Kirchenvorplatz.

 

Fotografieren ist in der Kirche nicht gern gesehen. Ich habe mich fast daran gehalten.

3. Nikolauskirche am Altstädter Markt

 

Die Kirche wird zur Zeit restauriert. Ich durfte trotzdem eintreten. Der herrliche Kronleuchter hat es mir angetan!